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Chris Wood gewinnt die Lyoness Open am Diamond Country Club in Atzenbrugg

Florian Prägant spielt sich als bester Österreicher am Finaltag auf Platz 22, Bernd Wiesberger scheitert am Cut

Chris Wood (England) gewinnt die Lyoness Open 2015
14.06.2015 - Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte! Es ist tatsächlich so eingetreten. Der Sieger der Lyoness Open powered by Greenfinity 2015 heißt Chris Wood. Der Engländer zeigt am Schlusstag eine beeindruckende Performance und sichert sich mit einem Gesamtscore von 273 Schlägen (15 unter Par) den Sieg und damit den 250.000-Euro-Siegerscheck beim mit 1,5 Millionen Euro dotierten European-Tour-
Turnier. Chris Wood profitiert dabei einerseits von seiner starken Runde mit 5 unter Par (zweitbester Score des Tages), andererseits lassen seine Kontrahenten um den Sieg einige Federn. Grégory Bourdy (Frankreich), der noch als Führender in die Finalrunde ging, erlebt einen frustrierenden Tag, notiert lediglich ein Birdie, aber gleich fünf Bogeys und ein Doppel-
Sieger Chris Wood
Bogey. Mit einer 6-über-Par-Runde fällt er letztlich auf Rang sechs zurück. Rafael Cabrera-Bello (Spanien) spielt zwar etwas solider, aber eine Par-Runde (drei Birdies, drei Bogeys) reicht am Ende auch für ihn nicht. Mit zwei Schlägen Rückstand auf Wood kehrt er ins Clubhaus zurück und muss sich bei der Lyoness Open mit Platz zwei begnügen.

Zweifacher European-Tour-Turniersieger

„Es ist fantastisch, hier in Atzenbrugg zu gewinnen! Ich habe in den letzten Wochen sehr

Geschlagen: Rafael Cabrera-Bello und Gregory Bourdy
gut gespielt, daher spürte ich, dass der Sieg bald eintreten wird“, jubelt Chris Wood. Ein bisschen spekulierte der 27-Jährige vor dem ersten Abschlag heute mit dem Triumph: „Ich dachte mir, wenn ich eine 68er-Runde spiele, dann könnte ich eventuell eine Außenseiterchance haben. Die Runde entwickelte sich dann sehr gut für mich, obwohl ich zugebe, dass ich nie wirklich aufs Leaderboard schaute und nicht wusste, wie
es Grégory und Rafa geht.“
Dass er im Diamond Country Club so stark spielt, ist eigentlich eine kleine Sensation, musste er doch fünf Monate lang pausieren, nachdem er sich beim Tennisspielen im Oktober das linke Handgelenk gebrochen hatte. „Es war ein langer Winter und das Warten daheim war echt frustrierend. Erst im März kehrte ich auf die European Tour zurück. Nach Platz 3 in Marokko war auch das Selbstvertrauen wieder da, mein vierter Platz vor drei Wochen beim BMW PGA Championship war dann endgültig ein Beweis, dass ich auch vorne mitspielen kann“, erzählt Wood, der sich nun „zweifacher European-Tour-Turniersieger“ nennen darf. „Das klingt doch gleich viel besser, oder?“, lachte der Engländer.

Eine starke Leistung am Finaltag lieferte auch Florian Prägant ab. Der Kärntner startet

Bester Österreicher: Florian Prägant
fulminant in seine Front-Nine, spielt fünf Birdies auf den ersten neun Löchern und liegt zwischenzeitlich mit gesamt 6 unter Par auf Platz 9. „Der Beginn war echt ein Wahnsinn, die ersten neun Löcher sind irgendwie automatisch gelaufen, da ging alles auf. Auf Loch 6 war ich sogar knapp am Hole-in-One dran. Vielleicht habe ich dann schon etwas zu viel nachgedacht, denn auf Loch 10 traf ich eine falsche Entscheidung. Der zweite Schlag ging zu weit und hinter dem Grün ins Wasser.“ Das folgende Doppel-Bogey und ein anschließendes Bogey werfen Prägant wieder ein bisschen zurück, danach besinnt er
sich aber seiner Stärke und lässt ein Birdie auf der 14 folgen. Auf Loch 17 handelt er sich noch einmal ein Bogey ein, dies macht er allerdings mit einem schönen Finish auf der 18 wieder gut. „Mit einem Birdie zum Schluss vor vollen Rängen abzuschließen, ist wirklich wunderschön“, strahlt der 31-Jährige bis über beide Ohren. Nach einer langen Verletzungspause meldet sich Prägant somit als bester Österreicher bei den
Lyoness Open eindrucksvoll zurück – Platz 22 mit 284 Schlägen ist nicht nur ein deutliches
Ausrufezeichen, sondern gleichzeitig auch sein bestes Karriereergebnis auf der European Tour. „Die letzten zwei Jahre waren nicht gerade leicht für mich, manchmal dachte ich sogar ans Aufhören. Aber jetzt bin ich wieder voll motiviert und es macht ungeheuren Spaߓ, schmunzelte Prägant, „für meinen Kopf, aber auch für mein Konto tut dieser Erfolg hier in Atzenbrugg richtig gut.“

BMW i8 als Hole-in-One Preis auf Loch 18
Viel daneben geht am Finaltag hingegen bei Lukas Nemecz. Der Grazer handelt sich auf den ersten vier Löchern sechs Schlagverluste ein, insgesamt spielt er auf seiner Finalrunde 8 über Par (gesamt 9 über Par, 297 Schläge). „Es war ein Tag zum Abhaken, da waren einfach einige katastrophale Schläge dabei. Die European Tour ist kein Wunschkonzert und wenn man eine schlechte Runde spielt, fällt man weit zurück. Es hat trotzdem wieder viel Spaß gemacht in Atzenbrugg, weil die Lyoness Open ein großartig organisiertes Turnier in einer herrlichen Atmosphäre sind.“

Bernd Wiesberger, Golf-Aushängeschild aus Österreich und bereits einmal Zweiter und einmal Sieger in Atzenbrugg scheiterte nach seiner 79er Eröffnungsrunde am Cut. Da konnte selbst die Aufholjagd am Freitag (-5) nichts mehr retten.


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