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Linda Wessberg (Schweden) gewinnt das Stechen am zweiten Extraloch gegen Titelverteidigerin Laura Davies

Herzschlagfinale bei den UNIQA Ladies Golf Open 2009

Siegerin Linda Wessberg (Schweden)
13.09.2009 - Heute, Sonntag, ging der große Finaltag bei den UNIQA Ladies Golf Open 2009, presented by Raiffeisen, über die Bühne. Und nach den eher wolkenverhangenen vorherigen Tagen, lachte am Vormittag die Sonne diesmal auf den GC Föhrenwald herunter. Am Nachmittag zog es zwar wieder etwas zu, doch dafür ließ sich kaum ein Lufthauch spüren. Ideale Bedingungen also für die 74 Proetten, die den Cut geschafft hatten. Doch bevor der Siegerscheck von € 37.500 überreicht wurde, zog der Präsident des GC Föhrenwald, Mag. Klaus Schneeberger die Bilanz des diesjährigen € 250.000-Turniers im Föhrenwald, das nicht nur den absoluten Saison-Höhepunkt des heimischen Damengolfsports darstellt, sondern dieses Jahr auch seinen 5. „Geburtstag“ feierte:

Neuer Zuschauerrekord mit 12.000 Besuchern an allen vier Tagen

Siegerin Linda Wessberg mit Sponsoren und Siegerscheck
„Wir haben wieder an allen vier Tagen ein tolles Turnier erlebt. Die Zuschauerakzeptanz war sensationell: mehr als 12.000 Fans bedeuten einen neuen Zuschauerrekord. Allein am Schlusstag waren es 5.000. Das zeigt, dass wir im Föhrenwald auf dem richtigen Weg sind. Die Proetten haben durch ihre erstklassigen Leistungen das Nötige dazu beigetragen. Nicht nur Superstar Laura Davies hat die Massen begeistert, sondern auch weitere internationale Stars haben sich im Föhrenwald wieder von ihrer besten Seite gezeigt. Für mich ganz erfreulich war das Abschneiden unserer heimischen Damen. Von insgesamt neun angetretenen Proetten, haben nicht weniger als fünf den Cut für die beiden Schlussrunden erreicht. Das ist das beste Ergebnis aller bisher im Föhrenwald ausgetragenen LET-Turniere. Auch unser Organisationsteam hat durch seinen Einsatz und durch seine profunde Arbeit gezeigt, dass wir uns als Ausrichter eines Profiturniers wirklich profiliert haben. Wir wollen dies auch in der Zukunft tun. Daher gibt es schon jetzt sehr intensive Gespräche, sowohl mit unseren Sponsoren, als auch mit den Verantwortlichen der LET-Tour, um dieses Turnier auch in den nächsten drei Jahren im Föhrenwald veranstalten zu können,“ erklärte ein optimistischer Präsident.
Linda Wessberg am Platz

Der Schlusstag der UNIQA Ladies Golf Open, presented by Raiffeisen, hätte spannender nicht sein können. Was vor allem auch an der englischen Super-Golflady Laura Davies lag, die zu Beginn zwei Schläge hinter den Führenden – Marjet van der Graaff (NL),  Hazel Kavanagh (IRL) und Linda Wessberg (SWE) – gelegen war und schon gestern angekündigt hatte, heute „Catch-Up“ zu spielen. Und sie machte ihre „Drohung“ wahr. Während sich Kavanagh schnell aus dem Titelkampf verabschiedete, schloss Davies zur Spitze auf. Doch weder sie, noch eine ihrer Konkurrentinnen konnte sich entscheidend absetzen. Zeitweise lagen fünf Proetten gleichauf in Führung. Ab dem 16-er kristallisierte sich dann ein Duell zwischen Laura Davies und Linda Wessberg heraus. Dort nämlich schlug die Engländerin ein Birdie, während der Schwedin ein Bogey unterlief. Damit führte Wessberg nur noch um einen Schlag. Diesen egalisierte Davies auf dem letzten Loch, der 18, während die 29-jährige aus Götheborg über Par nicht hinauskam.

Die Drittplatzierten Kavanagh, Hauert und Nocera bei der Siegerehrung
Es kam zu einem Stechen, das auf Loch 16 bei leichtem Regen begann. Wessberg traf den Bunker, rettete sich aber mit einem perfekten Bunkerschlag, während Davies ihren Birdie-Putt nicht lochen konnte. Da beide Par spielten, ging es weiter zur 18, wo die Spannung den Höhepunkt erreichte. Und da passierte Titelverteidigerien Laura Davies ein Fehler: Sie wollte mit dem zweiten Schlag unbedingt das Grün erreichen, ihr Ball landete aber knapp im Wasser.  Als Davies schließlich auch noch ihren gedroppten Ball mit dem pitch zu kurz ließ und auch der Ball in Wasser rollte war der Weg frei für Linda Wessberg. Schließlich behielt Linda Wessberg, die noch nie in einem Stechen gewesen war, gegenüber Davies (4 Stechen/2 Siege) nach einer „Zitterpartie“ mit 6:7 auf diesem 5-er Loch die Oberhand, nicht zuletzt, weil Davies zweimal ins Wasser schoss – und durfte sich Siegerin der UNIQA Ladies Golf Open 2009, presented by Raiffeisen, nennen. Den dritten Platz teilten sich Gwladys Nocera (FRA), Bettina Hauert (GER) und Hazel Kavanagh (IRE) mit acht unter par.

Die strahlende Siegerin Linda Wessberg meinte: „Ich fühle mich natürlich toll. Nach dem Doppel-Bogey auf der 10 hatte ich Zweifel, doch ich gab nicht auf, auch nach dem Bogey auf der 16 nicht. Am Schluss ist es dann noch sehr spannend geworden. Zuerst habe ich gar nicht mitbekommen, dass Laura ins Wasser geschossen hatte. Jetzt bin ich natürlich sehr glücklich, dass ich hier teilgenommen habe. Es ist heuer mein erster Turniergewinn. Die Organisation war hervorragend – und ich würde auf jeden Fall gerne nächstes Jahr wiederkommen um meinen Titel zu verteidigen.“

Eine sichtlich etwas enttäuschte Laura Davies: „Ich habe das ganze Turnier über gut gespielt. Vergeigt habe ich den Sieg im Stechen, als ich zweimal ins Wasser schoss. Natürlich bin ich jetzt enttäuscht, denn wie heißt es: der Zweite ist der erste Verlierer. Jetzt muss ich das vergessen und mich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren.“
   
Beste Österreicherin: Nicole Gergely
Eine ausgezeichnete letzte Runde spielte Nicole Gergely. Der 24-jährigen Steirerin gelang eine 68-er Runde, das heißt sie scorte gleich vier Birdies, eines davon als krönender Abschluss des Turniers auf dem 18-er Loch. Lohn der Mühe: das beste Ergebnis, das je eine Österreicherin im Föhrenwald erreichte – Platz 15 mit einem Gesamtscore von -1. „Der heutige Tag hat mir einen Superscore gebracht. Ich habe sehr gut geputtet. Das Gefühl war das gleiche wie gestern, aber es sind eben mehr Putts gefallen. Ich hoffe, dass es das Turnier nächstes Jahr wieder gibt. Präsident Schneeberger hat mir versprochen, wenn ich heute gut spiele, dann wird dies sicher der Fall sein. Ich habe meinen Teil dazu getan“, sagte eine fröhliche Nicole Gergely.
   
Beinahe hätte ihr Stefanie Michl die Rolle der besten Österreicherin bei den UNIQA Ladies
Stefanie Michl
Golf Open 2009 streitig gemacht. Mit vier Birdies (2,9,10,11) lag sie mit Gegely gleichauf. Bis das 16-te Loch kam. Dort unterlief der 23-jährigen Steirerin ein Bogey – was für sie in der Endabrechnung als zweitbester heimischer Proette den 19. Platz (Par) bedeutete. Doch Michl war nach der Runde alles andere, als bedrückt: „Ich habe sehr brav gespielt und bin mit dem Score sehr zufrieden. Ich hatte viele weitere gute Chancen, aber beim Pitchen hat es kleine Probleme gegeben. Das 16-er Loch war natürlich ärgerlich, aber es hätte dort auch noch schlimmer ausgehen können. Was mich besonders freut ist, dass es mein bestes Ergebnis beim Heimturnier ist. Darauf kann ich aufbauen.“

Beste Amateurin: Martina Hochwimmer
Als beste Amateurin konnte Martina Hochwimmer hoch erhobenen Hauptes den GC Föhrenwald verlassen. Die 22-jährige Salzburgerin spielte am Schlusstag eine 74-er Runde und beendete das Turnier auf dem 38. Platz mit fünf über Par. und war überaus glücklich: „Ich habe dieses Turnier einfach genossen. Es waren vier wunderschöne Tage mit einer durchaus zufriedenstellenden Leistung. Besonders gefreut hat mich, dass ich beste Amateurspielerin geworden bin. Heute hätte ich allerdings ein bisschen lockerer spielen können. Ich war vielleicht etwas zu verkrampft. Aber insgesamt bin ich mit dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden.“

Marina Stütz
Mehr als nur ein Erfolg war schon alleine die Tatsache, den Cut geschafft zu haben für die erst 16-jährige Marina Stütz. Damit war sie die jüngste Österreicherin, der das jemals gelang. Und auch heute spielte sie durchaus respektabel. Vier Bogeys standen zwei Birdies auf der 7 und 16 gegenüber. Somit erreichte sie im Föhrenwald den 53. Platz mit acht über Par und zog ein positives Resumée: „Mit der Runde bin ich sehr zufrieden. Vor allem mein kurzes Spiel war perfekt. Das hat mir Auftrieb gegeben und ich habe nie aufgehört zu kämpfen.“

Marina Kotnik
Nicht ganz glücklich war Marina Kotnik mit ihrer Runde am Schlusstag. Die 20-jährige steirische Amateurin schlug zwar drei Birdies, aber es unterliefen ihr auch sechs Bogeys, darunter zwei Doppel-Bogeys auf der 13 und 17. Damit beendete sie das Turnier mit +11 auf Platz 62, was aber durchaus als Erfolg gewerter werden kann: „Mein Ziel war den Cut zu schaffen und das war schon ein Erfolg. Ich habe vor allem im kurzen Spiel zu viele blöde Fehler gemacht und habe mir am Wochenende mehr erwartet. Trotzdem bin ich nicht unzufrieden.“

Den Siegerscheck über € 37.500 überreichte UNIQA Vorstand Elisabeth Stadler, unterstützt vom Vertreter der Raiffeisen Bankengruppe NÖ-Wien, Mag. Wolfgang Pundy. Weitere Preise überreichten der Vorstandsvorsitzende der Novomatic AG, Dr. Franz Wohlfahrt, sowie LET Tournament Director Yvonne Cassidy und der Präsident des GC Föhrenwald, Mag. Klaus Schneeberger.

Die schönsten Fotos von den Austrian Ladies Golf Open 2009 im GC Föhrenwald gibt's im golf-treff.at Fotoalbum.

Offizielle Homepage www.ladiesgolfopen.at


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